Müller Media: Warum Christian Meyer auf TV und Radio setzt und gegenüber den digitalen Kanälen zurückhaltend bleibt. (von Juliane Paperlein)

Digitalmedien müssen liefern. Solange sie das nicht tun, bleibt ihr Mediamix-Anteil homöopathisch. Effizienz ist für Christian Meyer ein wichtiges Argument, aber Brand Safety für Marken wie Müller Milch, Homann und Nordsee die notwendige Bedingung: „Wenn etwas für uns nicht transparent ist, buchen wir es nicht“, sagt er im HORIZONT-Interview.

Sie haben sich wiederholt skeptisch gegenüber Digitalwerbung geäußert. Warum lässt Sie der digitale Hype so kalt?
Ich würde nicht von Skepsis sprechen, sondern eher von einer gewissen Ernüchterung mit Blick auf die Ergebnisse, die Online für unsere Zielsetzungen und Kampagnen erzielt. Wir beleuchten Werbung immer stark unter Wirkungsaspekten und stellen bei Digital die Frage, inwieweit es die bisherigen Kanäle ergänzen kann. Das wirkt vielleicht pedantisch, hilft uns aber, die Materie besser zu verstehen, und bewahrt uns vor Fehlinvestitionen. Überzeugt es uns nicht, investieren wir auch nicht.

Erforschen Sie die Wirkung selbst?
Ja, wir investieren sehr viel in die interne Marktforschung. Keiner kennt die Einflussfaktoren auf unser Geschäft so gut wie wir selber. Wir führen regelmäßig eigene Mo